Letzt Rettung eFood?

Letzt Rettung eFood?


Während sich hierzulande die Lebensmittelketten nur vorsichtig dem eher verlust- als margenträchtigen Thema Online- Lebensmittel nähren, richten sich die Augen britischer Händler mit Wonnen dem eFood.

Bild: Tesco


Online- Lebensmittelhandel gilt dort schon beinahe als letzt Wachstumshoffnung.









Alarmierende Bewegungen hat gerade auch die Gesellschaft für Konsumforschung für Deutschland im Consumer Index festgehalten. Weniger Shoppingtrips, weniger Spontankäufe, Schnelldreher drehen langsam. Das Konsumklima ist zwar weiterhin stabil, aber steigende Arbeitsbelastung lässt weniger Zeit zum Einkaufen.
LEH-Food-Vollsortimentern gelingt es da noch am besten, den Verbrauchern zu halten. Zwar ist im laufenden Jahr der handel zu Ende August wertmäßig mit zwei Prozent im Plus, dennoch sollte der Trend zu denken geben.
In Großbritannien hat das Nachdenken begonnen und es lässt vor allem einen Schluss zu:
Die Zukunft liegt im Online-Geschäft. Vorzeige Hädler Tesco, der nach zwei Jahrzehnten erstmal mit Gewinnrückgang dasteht, sieht eFood bereits als verbleibende Wachstumshoffnung.
Kein Wunder also, dass Tesco die Zahl seiner "Dark Stores", in denen ausschließlich Ware der Online-Besteller kommissioniert wird, massiv ausweitet. Gleichzeitig tritt Tesco bei der Eröffung neuer Filialen auf die Bremse.
Die Lebensmittelhändler stehen damit womöglich am beginn einer Entwicklung. die im Modemarkt inzwischen schon zu einer völligen Verschiebung der Schwerpunkte führt. Online first? Nicht ganz.
Das muss nicht der Weg sein.
Auch eine bessere Verschmelzung von On- und Offline könnte auf Sicht dem Geschäft zwischen Betonwänden weiterhelfen. So stattet Marks & Spencer seine Mitarbeiter mit Tablets aus- zur Betrachtung oder für die Online-Bestellung zusammen mit dem Kunden, wenn der Artikel nicht vorrätig ist.
Lebensmittelketten experimentieren mit Tablets am Einkaufswagen. Ob das weiterhilft? Unklar. Ebenso unklar, wie sinnvoll auf Dauer die zahllosen Versuche von Tesco mit virtuellen Stores wie am Flufhafen in Gatwick sind, an denen man die Ware direkt an einer Wand scannen und bestellen kann.
Fest steht: Es ist eine Zeit für Experimente.

Quelle: etailment Olaf Kolbrück

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